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| Bruno Löpfe ist Area Director Zentraleuropa für Mentor Graphics |
System-Level Design (SLD) bleibt ein hohes Ziel für die EDA-Welt. Enormer Kostendruck und immer kürzer werdende Entwicklungszeiten verursachen viel Kopfzerbrechen bei den Entwicklern solcher komplexer Designs. Vielversprechende Ansätze wie Intellectual Property (IP), Platform-based-Design, Co-Design und Co-Verifikation versuchen diese Herausforderungen in den Griff zu bekommen. Aber erst eine erweiterte Systemperspektive, in der auf einer sehr hohen Abstraktionsebene angesetzt wird, ehe mit der Partitionierung von Funktionalität in Hardware oder Software begonnen wird, verspricht wesentliche Erleichterungen bei der Entwicklung komplexer SoCs.
Die größte Hemmschwelle zur Realisierung echter System-Level-Designs liegt in dem Fehlen einer universellen System-Design Sprache.
Hardwareorientierte Sprachen sind nicht für die Softwareentwicklung geeignet und Softwaresprachen mangelt es an der entsprechenden Semantik für die Beschreibung von Hardware. Daher finden Systemsprachen heute weder bei Hardware- noch bei Softwareentwicklern entsprechende Akzeptanz.
In der Entwicklung komplexer Hardware wird immer häufiger auf Hochsprachen wie C und C++ zurückgegriffen. Diese Modelle sollten dann in einer sehr frühen Projektphase mit bereits existierenden RTL-Blöcken und Softwarecodes, (IP Reuse) zusammen verifiziert werden. Fehlende Standards und EDA-Lösungen haben dies bisher sehr eingeschränkt. Die Entwicklung komplexer Systems-on-a-Chip mit eingebetteter Software wird durch neue plattform-basierende Entwicklungsansätze verbessert. Mittlerweile sind entsprechende Werkzeuge auch verfügbar.
Mentor Graphics bietet z.B. mit C-Bridge eine Erweiterung zum führenden Co-Verifikationswerkzeug Seamless an, welche die Systemverifikation mit HDL, C, C++ und Embedded Software ermöglicht.
Beide Ansätze, ‚System-Level Design‘ und ‚IP Reuse‘ verschmelzen zum System-Level-Platform-Based-Design. In diesem Szenario wird ein optimierter, existierender Core und weitere IPs als Basis für ein Subsystem benutzt. Mentors PlattformExpress erlaubt das zusammenstellen eines Subsystems ähnlich einem Baukastensystem. Somit kann der Entwickler sich auf die spezifischen Leistungsmerkmale konzentrieren.
Die Erkenntnis mag sich nicht aufdrängen, aber die EDA-Tool-Anbieter machen große Fortschritte in Richtung System-Design. Im Sinne einer evolutionären Annäherung ist zu empfehlen, bereits die heute verfügbaren Lösungen anzunehmen, gewinnbringend zu nutzen und damit die Basis für System-Level-Design zu legen. |
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