Interview erschienen in DESIGN & VERIFICATION 01+02/2001, S. 6-9 (pdf-Version in toolbox unter "details")
Interviewpartner: KLAUS MEYER ist Mitglied der Geschäftsführung der VAC GmbH & Co. KG. Dipl.-Ing. WERNER HARBAUER ist Mitglied der Geschäftsführung der VAC GmbH & Co. KG.
Vorwort
Die VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG (VAC) gehört zu den drei führenden Unternehmen der Welt, die sich auf die Herstellung von metallischen Materialien mit besonderen, häufig magnetischen, Eigenschaften und darauf basierende Produkte spezialisiert haben. Die Redaktion von DESIGN&VERIFICATION sprach mit den beiden Geschäftsführern über das technische und wirtschaftliche Umfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, und über die Folgen der Übernahme durch Morgan Crucible.
D&V: Wohin geht die Reise nach der Herauslösung von VAC aus dem Siemensverbund und der Übernahme durch Morgan Crucible?
Meyer: Unser Ziel ist es, unsere Position weiter auszubauen und weltweit die Nummer Eins in den Bereichen zu werden, in denen der Schwerpunkt unseres Unternehmens liegt. Dies können wir nur erreichen, wenn wir weiterhin innovative Produkte entwickeln, die den zukünftigen Bedürfnissen und Trends der globalen Gesellschaft entsprechen. Basis waren seit Gründung des Unternehmens im Jahre 1923 und sind auch weiterhin unter Vakuum erschmolzene Materialien mit herausragenden technischen Eigenschaften und darauf aufbauende hochqualitative Produkte. Wir erwarten, schneller zu wachsen als die entsprechenden Märkte. Von diesem Wachstum sollen dann sowohl unsere Anteilseigner als auch unsere Mitarbeiter durch weltweit interessante und zufriedenstellende Arbeitsplätze überproportional profitieren. Für uns hat die Übernahme des Kapitals durch Morgan Crucible keine grundlegenden Veränderungen mit sich gebracht. Wir fungieren als eigenständiges Unternehmen und sind ein echtes Profitcenter des Firmenverbunds und werden daher bei unseren Investitionen auch finanziell entsprechend unterstützt. Wir tragen mit etwa 25 % zum Gesamtumsatz bei – unter dem Dach von Siemens waren es nur 0,5 % – und genießen damit auch eine höhere Aufmerksamkeit unseres neuen Eigentümers. Zu den Veränderungen gehört für uns die neue Unternehmenskultur, neue Bilanzierungsvorschriften aber auch der erleichterte Zugang zu neuen Märkten wie z.B. dem britischen, in dem wir bisher unterrepräsentiert waren.
D&V: Negative Auswirkungen, wie sie bei dem Merger Daimler-Chrysler aufgetreten sind, erwarten Sie demnach nicht?
Meyer: Nein. Morgen Crucible führt pro Jahr mehrere Merger durch und hat bereits viele Firmen erfolgreich eingegliedert. Dabei hat das Unternehmen sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die betroffenen Bereiche eigenständig und in ihrem kulturellen Umfeld zu belassen. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zum erwähnten Merger ist die Größe der beteiligten Partner: Wir haben uns als ‚Kleiner‘ mit einem großen, in Europa beheimateten Unternehmen zusammengeschlossen, während die Daimler-Chrysler-Ehe ein Merger zweier Großunternehmen war. Zudem leiden wir nicht unter finanziellen Problemen: Die VAC ist das am schnellsten wachsende Unternehmen im Morgan-Firmenverbund. Insgesamt ist die Übernahme durch Morgan Crucible besser gelaufen als manche gedacht haben.
D&V: Welche Kernkompetenzen ihres Unternehmens werden Sie zur Erreichung des angestrebten überproportionalen Wachstums weiter Ausbauen?
Harbauer: Unsere Kernkompetenzen liegen in unserer Materialkompetenz, in unserem Wissen über Magnetismus in der gesamten Breite von Weich- bis Permanentmagnetismus und in der Kenntnis der vielseitigen Anwendungen. Schon mit der Neuausrichtung unseres Unternehmens Anfang der 90er Jahre haben wir nach außen deutlich gemacht, in welchen Bereichen wir diese Kernkompetenzen anwenden und ausbauen wollen: ‚Halbzeuge und Teile‘, darunter sind Produkte, angefangen bei den kristallinen, amorphen und nanokristallinen Werkstoffen – wie Bänder, Drähte, Folien über daraus gefertigte Teile – bis hin zu supraleitenden Drähten und Kabel zusammengefasst. Der zweite Geschäftsbereich ‚Dauermagnete‘ beschäftigt sich mit Selten-Erd-Dauermagneten. Die kristallinen, amorphen und nanokristallinen Metalllegierungen bilden auch die Grundlage unserer dritten Geschäftsgebiets ‚Kerne und Bauelemente‘. Dieser Bereich bietet unseren Kunden eine breite Palette von Magnetkernen bzw. induktive Bauelementen, Modulen und kompletten Geräten.
D&V: Sie übernehmen vermehrt Fertigungsschritte, die Ihre Kunden im Rahmen von Outsourcing ausgliedern. Begeben Sie sich damit nicht in ein direktes Konkurrenzverhältnis zu Ihren Kunden?
Harbauer: Richtig ist, dass wir vermehrt Fertigungsschritte für unsere Kunden übernehmen. Wir verfügen einerseits über umfassendes Anwendungs- und Systemwissen, dass wir an unsere Kunden weitergeben. Andererseits verlangen Kunden von uns, dass wir Fertigungsschritte, z.B. die Herstellung von Komponenten, und in letzter Zeit auch vermehrt die Produktion ganzer Systeme, übernehmen. Hier wirkt sich für uns der Trend in der Industrie zur Konzentration auf Kernkompetenzen als Wachstumsmotor aus. Für diese Art von Arbeitsteilung spricht auch, dass die einzelnen Arbeitsschritte in einer Hand liegen – von der Erzeugung des Grundmaterials bis hin zum System. So ist es möglich, das Produkt im Sinne des Kunden technisch und wirtschaftlich zu optimieren. Sicherlich ist die Übernahme solcher Dienstleistungen ein äußerst sensitiver Bereich und wird daher auch als solcher behandelt und erfolgt nur in Abstimmung mit den Kunden.
D&V: Wie verteilen sich die Umsätze auf die Produktbereiche und Regionen?
Meyer: Die drei Produktbereiche tragen fast mit gleichen Teilen zum Gesamtumsatz bei, der im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2000 164,7 Mio. Euro betrug. Für das volle Geschäftsjahr rechnen wir mit einer über 30% liegenden Steigerung zum Vorjahr. Für ein Unternehmen, das sich intensiv mit der Herstellung von Werkstoffen beschäftigt, ist das ein sehr gutes Ergebnis. Wir wachsen etwa doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt für die entsprechenden Produkte. Prozentual ist die Bedeutung des deutschen Marktes für uns auf etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes zurückgegangen. Das liegt nicht etwa daran, dass in Deutschland der Markt zurückgegangen wäre, sondern vielmehr an unserem wachsenden internationalen Erfolg: Auf dem restlichen europäischen Markt erzielen wir ein weiteres Drittel unseres Umsatzes. Weitere wichtige Märkte sind Asien und der NAFTA-Bereich. Die restliche Welt spielt gegenwärtig eine vergleichsweise geringe Rolle.
D&V: In welchen Regionen sehen Sie noch Potential für Wachstum?
Meyer: In Europa sehen wir wenig Spielraum für überdurchschnittliches Wachstum. Wir haben hier bereits eine Spitzenposition auf dem Markt erreicht, die nur noch Steigerungsraten zulässt, die dem allgemeinen Marktwachstum entsprechen. Für darüber liegende Raten müssten wir uns auf einen Verdrängungswettbewerb einlassen. Vielversprechender sind der NAFTA und der asiatische Raum, hier ist insbesondere der chinesische Markt zu nennen, wo wir bereits mit hohem Engagement vertreten sind, das wir noch weiter ausbauen werden. Auch der südamerikanische Raum könnte sich aus unserer Sicht zu einem interessanten Markt entwickeln.
D&V: Welche Produktbereiche sollen zum angestrebten Wachstum überdurchschnittlich beitragen?
Harbauer: Wir adressieren mit unseren Produkten eine breite Palette von Anwendungen und partizipieren so vom Wachstum aller Zukunftsmärkte wie dem Informations-, dem Kommunikationsmarkt oder dem Automobilbereich, um nur die wichtigsten zu nennen.
D&V: An welche Anwendungen denken Sie dabei?
Harbauer: Die Entwicklungen im Kraftfahrzeug zeigen deutlich in Richtung Kraftstoffeinsparung und gesteigerter Fahrkomfort. Unsere Produkte finden sich an zahlreichen entscheidenden Stellen im Kraftfahrzeug wieder. Der Geschäftsbereich Halbzeug und Teile steuert hier wesentliche Bestandteile moderner Einspritzsysteme für Diesel- und Benzinfahrzeuge bei. Der stark wachsende Bedarf an elektrischer Energie erfordert ein entsprechendes Batteriemanagement. Unsere Stromsensoren sind in der Lage, den gesamten Strombereich von Kleinstverbrauchern bis zur Volllast exakt und temperaturunabhängig zu messen. Für den Wechsel des Spannungsniveaus von 12 auf 42 V bieten wir Leistungsübertrager mit niedrigsten Verlusten an. Die kompakte Bauform dieser Trafos wurde mit einem völlig neuen weichmagnetischen Compound-Material realisiert, basierend auf unserer Rascherstarrungstechnologie. In der Automatisierungstechnik werden zunehmend hochdynamische permanenterregte Synchronmotoren mit ausgezeichnetem Wirkungsgrad eingesetzt. Hier gibt es ein breites Anwendungsfeld für unsere Dauermagnete. Gleiches gilt für die stark wachsende Zahl von Linearantrieben. Für neue Kommunikationstechnologien wie xDSL setzen Hersteller VAC-Übertrager mit dem Vorteil kleinster Abmessungen ein. Gerade für diesen Kundenkreis ist unsere Vorwärtsintegration attraktiv: Wir bieten sowohl Module als auch komplette Geräte, z.B. POTS-Splitter an. Produkte aus unserem Haus ermöglichen ebenfalls viele moderne und zukunftsträchtige Applikationen in der Informationstechnologie: Zu nennen sind hier komplette Magnetsysteme für Festplattenlaufwerke oder Material für die Ausstattung von Konsumgütern mit Diebstahlsicherungen, wie wir sie alle vom täglichen Einkauf kennen.
D&V: Mit welchen Maßnahmen können Sie die Herstellungskosten im Rahmen halten?
Harbauer: Hier geht es einerseits um die ständige Verbesserung von Materialeigenschaften und andererseits um die Optimierung der Herstellungsverfahren. Ein entscheidender Schritt zur Kostenoptimierung trägt beispielsweise die Technologie der Rascherstarrung bei, die beispielsweise die vielen Walzschritte der aus der Schmelze erzeugten Bramme überflüssig macht und so zu einer erheblichen Reduzierung des Umlaufbestandes führt. Das mit diesem Verfahren hergestellte amorphe Material weist zusätzlich bessere weichmagnetische Eigenschaften auf, was wiederum kleinere Bauformen ermöglicht. Der Kunde muss zwar einen höheren Kilopreis bezahlen, spart aber Gewicht und Platz ein, so dass er unter dem Strich eine Einsparung gegenüber konventionellen Lösungen erzielt. Wie erfolgreich diese Produkte sind, zeigen die Planungsziele: 2001 werden ca. 27 % unseres Gesamtumsatzes auf diesem Material basieren, während der Anteil 1997 noch bei 16 % lag. In diesen Bereich fließen daher auch umfangreiche Investitionen.
D&V: Eignet sich das Internet zur Reduzierung der Vertriebskosten?
Meyer: Da der größte Teil unserer Produkte kundenspezifisch ist, spielt für uns der Vertrieb über das Internet kaum eine Rolle. Alleine im Bereich der Halbzeuge und Teile umfasst unsere Produktpalette etwa 12.000 Teile. Wir sind allerdings bestrebt, die Variantenvielfalt zu reduzieren. Ein weiterer Nachteil des Internets ist die nicht immer gewährleistete Netzsicherheit. Auf Kundenwunsch können wir aber eine Anbindung zum Kunden über das Internet realisieren. In einzelnen Fällen haben wir dies bereits getan. Ansonsten nutzen wir das Internet natürlich als Präsentationsplattform für unser Unternehmen.
D&V: Sie reinvestieren etwa 15 % Ihres Umsatzes in das Unternehmen. Welche Zielsetzung verfolgen Sie dabei?
Meyer: Gerade im vergangen Jahr hat die Branche besonders unter Allokationsproblemen gelitten. Auch unsere Kapazitäten waren vollständig ausgelastet. Wir bauen daher unsere Produktionsstätten weiter aus. Ein großer Teil der Investitionen fließt in die Forschung und Entwicklung. Die Grundlage unseres Erfolgs sind seit Bestehen des Unternehmens die ständig weiterentwickelten Werkstoffe und Verfahren, die in intensiver Zusammenarbeit mit den Kunden entstehen. Dies bleibt auch Voraussetzung für unseren Erfolg in der Zukunft. Wie wichtig diese Investitionen sind, zeigt auch der Anteil von 47 %, den Produkte zum Gesamtumsatz beitragen, die wir in den letzen drei Jahren in den Markt eingeführt haben. Auch die Zahl der Patente spiegelt diese Tatsache wider, sie ist mittlerweile auf über 950 angewachsen. Der Löwenanteil davon, über 70 %, sind im Ausland eingetragen.
D&V: Sie bieten Selten-Erd-Dauermagnete mit einer Energiedichte von 400 kJ/km3 bzw. 53 MGOe. Ist da überhaupt noch an weitere Fortschritte zu denken?
Harbauer: Über die Jahre ist die Steigerung der Energiedichte immer geringer ausgefallen. Der erreichte Wert nähert sich dem theoretisch erreichbaren maximalen Wert an. Quantensprünge sind daher nicht mehr zu erwarten, wenn nicht neue Materialien gefunden werden. Es wird in unseren Laboratorien sehr intensiv an neuen Legierungen gearbeitet. Bisher ist kein Durchbruch erreicht. Die Suche wird durch die Tatsache erschwert, dass sich einerseits die Eigenschaften der Legierung nicht durch die Zusammensetzung vorab erschließen lassen, sondern erst die Untersuchung der Schmelze die Eigenschaften des Materials enthüllt und andererseits die denkbaren Kombinationen zahlreich sind.
D&V: Könnte sich die Versorgung mit Rohstoffen als problematisch erweisen?
Harbauer: Auch wenn die Bezeichnung ‚Seltene Erden‘ dies nicht vermuten lässt: Die Elemente selbst kommen nicht besonders selten vor; einige sind sogar sehr verbreitet und sind üblicherweise ‚Abfallprodukt‘ bei der Eisenerzförderung. Gegenwärtig beziehen wir unsere Seltenen Erden vorwiegend aus China, wo auch die mächtigsten Vorkommen zu finden sind. Wir beziehen dort unsere Rohstoffe allerdings von mehreren Lieferanten, um Risiken zu verringern.
D&V: Wo fertigen Sie Ihre Produkte?
Meyer: Die Basiswerkstoffe werden ausschließlich in Deutschland im Stammsitz in Hanau produziert. Dort werden z.B. auch Supraleiter und Kerne produziert. Arbeitsintensive Fertigungsprozesse haben wir in Länder verlegt, die günstigere Lohnstrukturen aufweisen und wo unsere Kunden ‚local content‘ verlangen. Für Kerne und Bauelemente verfügen wir z.B. über Fertigungskapazitäten in Deutschland, in der Slowakei, in Malaysia, China und USA. Wir greifen auch auf Subunternehmen zurück. Hier wollen wir aber ein Abfließen unseres Know-hows aus unserem Unternehmen vermeiden. Eine Möglichkeit besteht darin, das betroffene Unternehmen zu übernehmen.
D&V: Wie ist Ihr Vertrieb organisiert?
Meyer: Wir verfügen über eine eigene Vertriebsorganisation, die im Falle Deutschlands und der USA den Geschäftsniederlassungen angegliedert ist. Zusätzlich arbeiten wir mit regionalen Vertriebsvertretungen. Häufig bestehen diese Partnerschaften schon viele Jahre. Wir verfolgen hier das Motto, ‚es wird so organisiert, wie es sich bewährt‘. Neben diesen Überlegungen spielen bei der Entscheidung, ob eine Geschäftsniederlassung in einem bestimmten Land gegründet wird, aber häufig auch rechtliche Aspekte eine entscheidende Rolle. Wir sind weltweit in über 40 Ländern mit Niederlassungen oder Repräsentanten vertreten.
D&V: Mit welchen Lieferzeiten müssen Ihre Kunden rechnen?
Harbauer: Da wir in erster Line kundenspezifische Produkte in unserem Portfolio anbieten, ist für einen neuen Kunden bzw. neues Produkt maximal mit 18 Wochen zu rechnen. Befinden sich die entsprechenden Vorprodukte/Komponenten auf Lager oder wurden die Produkte bei uns nicht zum ersten Mal produziert, sind wir auch in der Lage innerhalb von 24 Stunden zu liefern. Gerade im letzten Jahr waren wir aber auch von Lieferengpässen z.B. Kondensatoren betroffen, die wir für unsere Systeme benötigen. Das hatte teilweise schon groteske Züge angenommen und erforderte immer wieder unkonventionelle Lösungen. Die Logistik ist zu einer Herausforderung geworden. Hier gilt es mit den wachsenden Entfernungen, mehr Aufträgen, und örtlich verteilten Prozessen zurechtzukommen. Es ist unser Ziel, unsere Kunden nach Auftragseingang im Durchschnitt nach acht Wochen beliefern zu können.
D&V: Welchen Einfluss hat der Euro/Dollar-Kurs für VAC?
Meyer: Für unser Unternehmen ist der Dollar-Kurs nicht so entscheidend. Es gibt zwar eine Abhängigkeit des Umsatzes vom Dollar-Kurs, da wir aber z.B. unsere Subunternehmer weitgehend in Dollar bezahlen und den Einkauf in Dollar abwickeln, bleibt der Gewinn von diesen Einflüssen weitgehend unberührt.
D&V: Mit welcher Erwartung gehen Sie in das neue Jahr?
Meyer: Wir blicken mit einem gedämpften Optimismus in die Zukunft. Die zuletzt realisierten Wachstumszahlen werden wir aus heutiger Sicht nicht mehr erreichen. Es muss sich erst noch zeigen, in wieweit sich die abkühlende US-Wirtschaft auf den Europäischen Markt auswirkt. Das durch die Börsenunsicherheit nicht vorhersagbare Investitionsverhalten der Wirtschaft erschwert die Markteinschätzung. Auch die Auswirkung der Schwankungen im Euro/Dollar-Verhältnis sind schwer vorhersagbar. Was die Branchengewichtung angeht, wollen wir die prozentuale Umsatzverteilung weitgehend beibehalten, da wir so eine Abhängigkeit von einer Branche vermeiden können. Nur der Bereich Automotive wird durch den verstärkten Einsatz moderner, mit hochwertigen Permanentmagneten ausgestatteter Motoren an Bedeutung für uns gewinnen. Regional gesehen, erwarten wir im Nordamerikanischen und Asiatischen Raum eine Ausdehnung unseres Geschäfts. Das angestrebte, im Vergleich zum Gesamtmarkt überdurchschnittliche Wachstum werden wir sowohl durch eigenes Wachstum als auch durch Akquisitionen erreichen.
|
| |
|
 |
|