Interview erschienen in DESIGN&VERIFICATION 0/2000, S. 6
Interviewpartner: Dipl.-Ing. MANFRED GROSSMANN, Leiter Unternehmenskommunikation, Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. Dipl.-Ing. WOLF-EKKEHARDT SCHREYER, Leiter des Produktmanagements des Geschäftsbereichs Messtechnik der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. DIETMAR VAHLDIEK, Leiter Vertrieb und Marketing Systeme und Projekte des Geschäftsbereichs Messtechnik der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG.
Vorwort
Rohde & Schwarz, ein Name, den Generationen von Elektronik-Entwicklern als Synonym für hochwertige Messtechnik kennen , hat sich – von vielen vielleicht unbemerkt – zu einem Unternehmen mit einem umfassenden Produktspektrum gewandelt. So ist Rohde & Schwarz nicht nur Europas größter Messtechnik Hersteller, sondern nimmt darüber hinaus auch Führungspositionen bei dem digitalen terristischen Fernsehen sowie in der Funkkommunikation ein. DESIGN&VERIFICATION sprach mit Dipl.-Ing. Wolf-Ekkehardt Schreyer, Dietmar Vahldiek und Manfred Großmann von Rohde & Schwarz über Aktivitäten und Entwicklungen des Geschäftsbereichs Messtechnik.
D&V: Welche Geschäftsfelder bearbeitet Rohde & Schwarz derzeit?
M. Großmann: Als unabhängige Unternehmensgruppe entwickelt, produziert und vertreibt Rohde & Schwarz seit mehr als 60 Jahren eine breite Palette von Elektronikprodukten, agiert weltweit und ist Europas größter Messtechnik-Hersteller.. Die Arbeitsgebiete umfassen neben der Messtechnik Funkkommunikationssysteme, Rundfunktechnik, Überwachungs- und Ortungstechnik sowie Mobilfunktechnik. Seit 1991 beschäftigt sich unser Tochterunternehmen Rohde & Schwarz SIT GmbH mit dem an Bedeutung rasant wachsenden Thema IT-Sicherheit. Darüber hinaus bieten wir ein breites Dienstleistungsspektrum an.
D&V: Wie hat sich der Umsatz in den letzten Jahren entwickelt?
M. Großmann: Mit dem Hauptsitz in München sowie Vertretungen und Repräsentanzen in über 70 Ländern der Welt erwirtschaften die 4.500 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 1,6 Mrd. Mark. Der Exportanteil liegt dabei bei über 70%. Rohde & Schwarz realisiert circa die Hälfte der Umsätze in Europa. Der Rest kommt zu etwa gleichen Teilen aus Amerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. Die größten Potentiale liegen unser Ansicht nach in Nordamerika und besonders in Asien. Es ist wichtig für uns, in diesen Schlüsselmärkten durch eigene Vertretungen und starke lokale Partner vertreten zu sein. Tektronix vertreibt Rohde & Schwarz-Messtechnik im NAFTA-Raum (North American Free Trade Agreement) und Advantest vertreibt Rohde & Schwarz-Messtechnik in Japan. Im Gegenzug vertreibt Rohde & Schwarz Messtechnik von Advantest in Europa. Darüber hinaus existieren gemeinsame Entwicklungsprojekte: Im Bereich der Mobilfunkmessplätze wurden beispielsweise zusammen Produkte für die lokalen Mobilfunkstandards in Amerika und in Japan entwickelt.
D&V: Gelten diese Kooperationen für alle Messtechnikprodukte?
D. Vahldiek: Nein. Diese Vereinbarungen betreffen z.B. nicht unsere Systemlösungen. Die Systemwelt unterscheidet sich wesentlich vom Geschäft mit Gerätemesstechnik. Hier gelten andere Kriterien: Die Nähe zum Kunden ist noch entscheidender – beim Vertrieb, bei der Produktentwicklung sowie der Vermarktung muss intensiv auf den Kunden eingegangen werden. Dies gilt für die Geschäftseinheit ‚Systeme und Projekte‘ im Besonderen, da wir häufig als Lösungsanbieter fungieren, dass heißt, neben Geräten und Software auch Entwicklungen z.B. von kompletten Typprüfungsgeräten anbieten. Rohde & Schwarz hat daher für dieses Geschäft weltweit eigene Außenstellen aufgebaut, von denen aus Vertriebsunterstützung, der Support aber auch die Fertigung vor Ort übernommen wird. Wie ernst wir den Kunden nehmen zeigt sich auch in der Mitarbeiterstruktur dieser Geschäftseinheit: Von 220 weltweit tätigen Mitarbeitern sind immerhin 30 Produktmanager!
D&V: Rohde & Schwarz vertreibt im Rahmen der Kooperationen mit Tektronix nicht im Gegenzug deren Produkte in Europa. Inwieweit profitieren also beide Unternehmen von der Vereinbarung?
W.-E. Schreyer: Für Tektronix ist der Europäische Markt sicherlich so attraktiv, dass sich der Aufbau einer eigenen Vertriebsorganisation sicherlich lohnte. Der riesige amerikanische Markt gestaltet sich da für uns im Hinblick auf die immensen Vertriebskosten schwieriger, zudem funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend. Hier liegt eine klassische Win-Win-Situation vor. Tektronix verfügt über wenig HF-Messtechnik und hat sich z.B. weitgehend aus der Analyser-Technik zurückgezogen – Bereiche, in denen wir interessante Produkte im Portfolio haben. Gerade die Kooperation bei den Mobilfunkprodukten ist interessant für beide Seiten: Wir öffnen Tektronix die Mobilfunkwelt, während wir von den im amerikanischen Markt gemachten Erfahrungen profitieren. Zusammen habe wir so speziell für den amerikanischen Markt zugeschnittene Mobilfunkprodukte entwickelt, die dort sehr gut ankommen.
D&V: Deutsche Produkte kämpfen in den USA häufiger mit dem Ruf, ‚zu viel zu können‘ – und damit zu teuer zu sein. Gilt das auch für High-End-Messtechnik?
W.E. Schreyer : Dass unsere Kunden dies nicht so empfinden, zeigt exemplarisch der Erfolg unserer Analysatoren gerade im amerikanischen Markt, auf dem wir mit einem bekannten Anbieter in direkter Konkurrenz stehen und wo wir uns auf dem gleichen Preisniveau bewegen. Spätestens die immer kürzeren Markteinführungszeiten haben dazu geführt, dass Features gefragt sind und dies besonders dann, wenn sich nur so aktuelle Applikationen realisieren lassen. Das Produkt muss schließendlich ‚sexy‘ sein, das heißt Performance und Preis müssen die Kunden überzeugen. Eine weitere Stärke unserer Geräte ist der erzielbare Durchsatz – dieses Merkmal ist für Kunden aus der Produktion kaufentscheidend.
D&V: Wie beurteilen Sie gegenwärtig den Markt für Messtechnikprodukte? Wie und in welchen Produktbereichen kann ein überdurchschnittliches Wachstum realisiert werden?
D. Vahldiek: Rohde & Schwarz hat seine Stärke im Bereich der Funkmesstechnik und hier insbesondere im Bereich der Mobilfunkmesstechnik. Während der Markt für allgemeine Messtechnikprodukte ein eher moderates Wachstum hat, wächst die Mobilfunkmesstechnik überdurchschnittlich – entsprechend dem boomenden Mobilfunkmarkt. Das überdurchschnittliche Wachstum erreichen wir durch die Konzentration auf Kernkompetenzen und deren gezielte Weiterentwicklung, durch die Einhaltung kurzer Entwicklungszeiten sowie durch die Orientierung an den Aufgabenstellungen der Kunden. Hier ist eine intensive Zusammenarbeit mit Kunden unabdingbare Voraussetzung, die sich selbst an der Front der technischen Entwicklung befinden.
W.-E. Schreyer: Früher waren die Entwicklungs- und Forschungs-Laboratorien die wichtigsten Kunden für Messtechnik. Hier sind aber kaum noch überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten. Anders sieht das bei Geräten aus, die sich für den Einsatz in der Produktion eignen. Hier kommt die umfassende Funktionalität, eine hohe Datenrate am IEC-Bus und geringe Messfehler von High-End-Geräten voll zur Geltung und verschaffen uns einen Wettbewerbsvorsprung. Unser Erfolg in den USA, gerade im Bereich der Spektrumanalysatoren, basiert genau auf diesen Faktoren.
D&V: Wie können die hohen Anforderungen an die Messtechnik zur Qualitätssicherung in der Produktion erfüllt werden, bzw. was muss ein Messtechnikanbieter berücksichtigen, um mit den rasanten Technologiesprüngen Schritt halten zu können?
D. Vahldiek: Hier sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen: Zur Aufrechterhaltung und Ausbau einer Technologieführerschaft sind als Basis Kompetenzzentren genauso unerlässlich wie die enge und insbesondere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit technologisch führenden Kunden. Bei aller Kundenorientierung darf dabei nicht die Bedeutung intensiver Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter unterschätzt werden. Der Schritt mit unserer Messtechnik in die Produktion gelingt uns so gut, da wir frühzeitig in die Entwicklungsprozesse bei unseren Kunden integriert sind und so Fragen zur Prüfbarkeit der Produkte rechtzeitig klären und entsprechende Prüfkonzepte vorlegen können.
D&V: Was heißt Weiterbildung der Mitarbeiter bei Rohde & Schwarz in diesem Sinne?
M. Großmann: Die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wichtigste Baustein zu unserem Erfolg. Nur durch ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Motivation können wir im Markt erfolgreich bestehen. Rohde & Schwarz vermittelt in über 200 Seminaren pro Jahr sowohl technisches Grund- als auch hochspezifisches Fachwissen. Aber auch Sprachkurse und Fitness sind im Programm. Einen weiteren Schwerpunkt bildet neben der Förderung von Marketing-Know-how die Qualifizierung unserer Führungs- und Nachwuchsführungskräfte. Angesichts der raschen technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen ist die Bedeutung von Weiterbildung hier bereits früh erkannt worden. Deswegen begrüßen wir alle Initiativen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergreifen, um ihren Wissenstand zu erhöhen.
D&V: Rohde & Schwarz will überdurchschnittlich wachsen. Leiden Sie daher besonders unter dem vielbeklagten Mangel an qualifizierten Ingenieuren?
M. Großmann: Rohde& Schwarz hat in den letzten fünf Jahren 1.500 Mitarbeiter eingestellt und will alleine in Deutschland bis Ende 2001 weitere 900 Mitarbeitereinstellen. 250 davon – vorwiegend Ingenieure und Entwickler – sind für den Standort München eingeplant, die wir benötigen, um unser Wachstumsziel realisieren zu können bzw. weiterhin schnell auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Damit sich so viele ‚Neue‘ für uns entscheiden, müssen wir erhebliche Anstrengungen in der Personalsuche unternehmen. Wir sind aber optimistisch, diese Mitarbeiter gewinnen zu können, da unsere Mitarbeiter ein interessantes Arbeitsumfeld erwartet, das genügend Freiraum für Innovationen und berufliche Weiterentwicklung bietet. Dass dies nicht nur Sonntagsreden sind, zeigt die äußerst niedrige Fluktuationsrate in unserem Haus.
D&V: Welche Bedeutung hat das Thema EMV für Rohde & Schwarz?
W.-E. Schreyer: Das Thema EMV ist für uns ein Querschnittsthema, mit dem sich sowohl die Gerätemesstechnik als auch der Bereich Systeme und Projekte befassen. Rohde & Schwarz nimmt hier seit vielen Jahren eine führende Marktposition ein, die sich durch Weiterentwicklungen von Hard- und Software noch ausbauen lässt. Wichtige Impulse kommen aus den erreichten Fortschritten in der Spektrum-Analyse, wovon wiederum die Messempfänger der neuen Generation profitieren. Das große Wachstum auf dem Sektor der Funkkommunikation hat auch entsprechende Auswirkungen im Bereich EMV-Systeme: Der Schwerpunkt der letzten Monate lag eindeutig bei Systemen zur Messung von Stör- und Nebenaussendungen von Funkkommunikationsendgeräten. Mit dem TS9976 steht dafür ein leistungsfähiges und flexibles System zur Verfügung. Auch das Testsystem TS9970, das zur Messung der HF-Eigenschaften von Mobiltelefonen über die Luftschnittstelle dient, stammt aus dem Labor für EMV-Systeme. Allerdings ist das Wachstum der EMV geringer als das manch anderer Messtechnik-Bereiche. Insofern wird die Bedeutung der EMV im Rohde & Schwarz-Produktmix abnehmen.
D&V: Der Softwareanteil in der Messtechnik wächst ständig. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung? Welche Bedeutung haben Soft- und Hardware als Innovationsträger?
W.-E. Schreyer: Wir müssen unterscheiden zwischen Software zur Steuerung von einem oder mehreren Geräten, Firmware zur Steuerung der internen Abläufe eines Geräts und Firmware zur Anwendung von Signalprozessoren in Geräten. Der Anteil all dieser Soft- und Firmware an der Geräteentwicklung kann etwa so beschrieben werden: während 1980 noch ein Verhältnis von etwa 1:4 von Soft- zu Hardware-Entwicklern bestand, betrug das Verhältnis 1990 etwa 1:1 und gegenwärtig etwa 4:1. Soft- und Firmwareplanung bzw. -wartung nehmen einen immer größeren Stellenwert ein, da immer mehr Hardware durch Signalprozessoren ‚ersetzt‘ wird. Allerdings darf nicht verkannt werden, dass die Hardware Basis für wesentliche Funktionen eines Geräts bleibt und die Software diese ‚nur‘ dem Anwender zur Verfügung stellt. Die Mikrowellenmesstechnik ist hier ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die zugrundeliegende Hardware ist.
D. Vahldiek: Voraussetzung für den Erfolg eines Messgeräts oder Messsystems ist die enge Verzahnung der Soft- mit der Hardware. Die Entwicklungsabteilungen müssen hier eng zusammenarbeiten, da die Messaufgabe unbedingt auch von den Programmierern verstanden werden muss, um die Hardwareeigenschaften auch richtig nutzen zu können. Gerade Systemkunden wollen eine Turn-Key-Lösung, die aber auch offen für Erweiterungen bzw. Adaptionen ist. Hier gewinnen modulare Lösungen an Bedeutung, insbesondere PC-basierte Lösungen bieten hier einige Vorzüge.
M. Großmann: Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich Rohde & Schwarz von einem stark hardware-orientierten zu einem applikations-orientierten Unternehmen mit wesentlichen Software- und IT-Anteilen gewandelt hat.
D&V: Häufig wird die durch Software mögliche Flexibilität als Allheilmittel gegen das Veralten von Geräten angeführt. Gilt dies auch für die Messtechnik?
D. Vahldiek: Die Flexibilität muss vor allem in der Gerätebedienung und der Systemsoftware enthalten sein, das ist im Sinne der Hersteller und der Anwender. Änderungen von Normen und Standards dürfen nicht zu Problemen führen. Nur in wenigen Fällen verursachen Normenänderungen überhaupt Hardware-Änderungen. Eine abwartende Haltung bis zur endgültigen Festschreibung der Norm oder des Standards kann für den Messtechnikanbieter und den Anwender unangenehme Folgen haben. Wichtig ist es, rechtzeitig die Messtechniklösung parat zu haben. Voraussetzung ist die bereits erwähnte enge und frühzeitige Zusammenarbeit mit unseren Kunden, aber auch unsere Mitarbeit in allen wesentlichen Normungs-Gremien, um die Messbarkeit des Standards bzw. der vorgeschriebenen Prüfungen auch sicherstellen zu können.
D&V: Stellen Sie kurz aktuelle Produkt-Highlights vor.
W.-E. Schreyer: Die Spektrumanalysatoren der FSP-Familie sind jetzt mit den Frequenzgrenzen bis 13 und 30 GHz auch für den Mikrowellenbereich erhältlich. Damit sind die beiden neuen Gerätetypen für Messaufgaben im Bereich GSM, Richtfunk oder Radar geeignet. Die neue Firmware ermöglicht Nachbarkanal-Leistungsmessungen (ACP-Messung) gemäß W-CDMA/3GPP (3rd Generation Partnership Project) mit 3,84 MHz Bandbreite. Weitere Neuerungen sind die optional erhältliche elektronische Eichleitung, die weltweit erstmals für einen Rohde & Schwarz Spektrumanalysator angeboten wird, sowie eine LAN-Schnittstelle.
D. Vahldiek: Ein weiteres aktuelles Highlight ist der neue Mobilfunktester CMU200, eine universelle Testplattform für die Produktion von Mobiltelefonen nach aktuellen und zukünftigen Mobilfunkstandards. Die Geräte bieten ein hohes Maß an Zukunftssicherheit, denn sie können neben GSM einfach mit weiteren Standards wie IS95, IS136, AMPS oder Bluetooth auf- oder umgerüstet werden. Außerdem wurden die Testzeiten erheblich verringert: Im Vergleich zu bisherigen Mobilfunktestern laufen Einzelmessungen mit dem CMU bis zu zehnmal schneller ab. In der Produktion kann dadurch der Durchsatz erheblich gesteigert werden. Eine um das Dreifache gesteigerte Messgenauigkeit erhöht gleichzeitig die Qualität der Herstellung.
M. Großmann: Und nicht zuletzt ist der Bildqualitätsanalysator DVQ zu erwähnen, der erstmals die Bildqualität von digitalen Fernsehübertragungen in Echtzeit und ohne Referenzsignal ermittelt. Dadurch ist der DVQ besonders für die Qualitätsbeurteilung von digitalen DCT-codierten Videosequenzen geeignet. Aufgrund seines wegweisenden Messprinzips wurde dem Gerät Anfang Oktober der Emmy-Award verliehen. Diese weltweit bedeutendste Auszeichnung der Fernsehwelt wird einmal jährlich in New York für herausragende künstlerische und technische Leistungen vergeben.
D&V: Mit welchen Erwartungen und Visionen blickt das Unternehmen in die Zukunft?
M. Großmann: Das vergangene Geschäftsjahr war ein Rekordjahr für Rohde & Schwarz. Um diese Entwicklung zu ermöglichen und auch für die Zukunft sicher zu stellen, wurden strategische Projekte ins Leben gerufen. Beispielsweise werden das E-Business, die Kommunikation und die Interaktion über das Internet ausgebaut. Dieses Medium ermöglicht es, unsere Kunden global zu informieren und den Bedürfnissen vor Ort noch besser zu entsprechen. Neben Downloads zu Produkten, Applikationslösungen und neuen Technologien bieten wir einen speziellen Service: Der Kunde kann die Funktionsweise einiger Geräte in einer Simulation online testen. Eine weitere Maßnahme, um die Marktanteile in USA und Fernost deutlich zu steigern, ist der Ausbau des Key-Account-Managements. Es gehört zu unseren Grundsätzen, die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden zu kennen und schnell darauf zu reagieren. Die intensive und individuelle Betreuung durch geschulte Fachleute ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Zudem werden die internen Stärken unseres Unternehmens weiter ausgebaut. Dazu zählen das Know-how der Mitarbeiter sowie die Marketingstärke der Vertriebe und Geschäftsbereiche. In einem breit angelegten Trainingsprogramm vertiefen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise ihr Marketingwissen. Eine weitere Stärke, die unsere Zukunft sichern wird, sind die Geschwindigkeit und die Flexibilität von Rohde & Schwarz. Schneller denn je entstehen neue Technologien und neue Bedingungen am Markt. Dadurch werden die Faktoren Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit letztlich entscheidend werden. Das sind gute Voraussetzungen, um nicht nur die Ziele für dieses Geschäftsjahr zu erreichen, sondern langfristig unsere Stellung als ‚Global Player‘ im Weltmarkt zu behaupten und weiter auszubauen.
|
| |
|
 |
|