Längsdrosseln auf Eisenpulverkernen
Diese Drosseln bestehen üblicherweise aus einer Wicklung auf einem Eisenpulver-Kern und werden zur Dämpfung symmetrischer (Gegentakt-) Störungen eingesetzt. Ausserdem lassen sie sich als Speicherdrosseln in Schaltnetzteilen oder Spannungswandlern mit niedrigen Taktfrequenzen bis ca. 50 kHz einsetzen.
Anwendungsgebiete:
- Entstörung von Phasenanschnitt-Schaltungen, TRIAC-Reglern, Thyristor-Steuerungen und Halbleiter-Relais etc. Diese erzeugen überwiegend symmetrischen (Gegentakt-) Störungen, die üblicherweise nur im unteren Frequenzbereich bis ca. 1 MHz eine Rolle spielen. - Speicherdrosseln für Schaltnetzteile oder Spanungswandler mit Taktfrequenzen bis ca. 50 kHz.
Technische Spezifikationen:
Die Induktivitäten sind im Vergleich zu Drosseln auf Ferrit-Kernen relativ niedrig. Zu beachten ist hier, daß die Drossel auch durch den Betriebsstrom schon teilweise gesättigt wird und die Induktivität mit zunehmendem Laststrom, abhängig von Kerngröße und Kernmaterial, abnimmt. Die in den Datenblättern angegebene Nenninduktivität ist die Leerlauf-Induktivität, die nicht der Induktivität bei Nennlast entspricht. Daher ist hier für die praktische Entstörwirkung nicht alleine eine hohe (Leerlauf-) Induktivität maßgeblich, sondern auch die Kerngröße und das Kernmaterial.
Da symmetrische Störungen nur im Frequenzbereich bis ca. 1 MHz eine Rolle spielen, werden Längsdrosseln üblicherweise mehrlagig bewickelt, da bei diesen niedrigen Frequenzen die parasitäre Verkopplung der Störungen über die Wicklungskapazität noch keine Rolle spielt.
Lieferbare Varianten:
1. "Nackt", d. h. nur der bewickelte Kern mit fliegenden Anschlußdrähten, stehend oder liegend (kostengünstigste Variante). 2. Vergossen im stehenden oder liegenden Becher, evtl. mit Lötstiften oder kundenspezifischen Anschlüssen (z. B. Kabelschuhe). 3. Auf einem Sockelträger mit fixierten Anschlußdrähten. |
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